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Mit den Freizeitclubs unterwegs
Kiezspaziergang, im Berliner Großstadtdschungel zu besonderen Orten unterwegs.

Kiezspaziergang, im Berliner Großstadtdschungel zu besonderen Orten unterwegs.

Das Bürgerliche Berlin, Lilienthals Burgen und andere ungewöhnliche Villen.

Berlin hat ja viele Seiten und Facetten einer Großstadt, die wir ja immer wieder gerne bei unseren vielfältigen Kiezspaziergängen erkunden. Es gibt die Arbeiterkieze, die geschäftigen Bürokieze in der City und natürlich auch die gutbürgerlichen Außenbezirke, die ihren Charme aus ihrer Entstehungszeit erhalten haben. So sind wir heut eben mal gut bürgerlich, in einer eher gartenstädtischen Umgebung unterwegs. Dabei umfängt uns die Idylle eines Stadtbezirks mit wunderschönen alten Villen. Hier in den alten Kopfsteinpflasterstraßen in Lichterfelde schein die Zeit fast stehen geblieben zu sein.

Das Emisch Haus

Eingerahmt von alten Baumalleen, stehen hier umgeben von Gärten die außergewöhnlichsten Häuser. Hier verwirklichten sich also die betuchten Bürger Berlins der Gründerzeit mit ihren Villen ganz nach ihren Vorlieben. Direkt in der Nähe des S-Bahnhofs kann man anhand einer Villa im Florentinischen Stil sehen, wie es aussah, wenn damals jemand richtig Geld hatte. Auch das reich mit Tiermotiven verzierte Emisch-Haus zeugt davon, dass hier das betuchte Bürgertum, ganz im Gegensatz zu den Arbeiterquartieren der östlichen Innenstadt ihr Zuhause hatte.

Das Florentiner Haus

Aber nur um den „Protz“ eines vergangenen Jahrhunderts anzuschauen, deswegen sind wir eigentlich nicht unbedingt hergekommen. Natürlich sind es prächtige sehr individuell gestaltete Architekturen, aber uns führt die Suche nach einem ganz eigenwilligen Baustil und Architekten in diesen Stadtteil. Wobei der bekanntere der beiden Brüder nicht der Baumeister jener Villen ist, die wir heute etwas näher betrachten möchten. Denn entlang unseres Weges entdecken wir Villen in einem eher mittelalterlich anmutenden Burgenstil und das auch noch ganz stilecht mit angedeuteter Zugbrücke und Zinnen.
Diese, auch für Berlin einmaligen Häuser im gotischen Tudorstil wurden von Gustav Lilienthal, dem Bruder Otto Lilienthals, als familiengerechte Häuser geplant und gebaut. Beide Brüder lebten in Lichterfelde. Gustav Lilienthal ist heute hauptsächlich durch die Zusammenarbeit mit seinem Bruder und seine erfolglosen Versuche mit einem Schwingen-Flugzeug bekannt, die er bis zu seinem Tod auf den Berliner Flugplätzen Tempelhof und Johannisthal vorantrieb.

Die Architektur von Gustav Lilienthal im Tudorstil

Zwar etwas eigenwillig denken wir, aber irgendwie haben die Häuser auch etwas Anheimelndes an sich. Vielleicht weil sie so einen märchenhaften Eindruck vermitteln. Hier könnte Rapunzel aus einem der Fester doch jeden Augenblick ihr Haar herunterlassen. Außerdem bekommt hier der Begriff „My home is my castle“ doch gleich eine bildliche Bedeutung. Sozusagen einfach ins Haus gehen und hinter sich die „Zugbrücke“ hochziehen. Na ja, muss man ja nicht, aber die Intention die dahinter steh ist schon deutlich erkennbar. Ich soll mich mit meiner Familie sicher und wohl in meinem Heim fühlen.
Ganz bis in die „Lichterfelder Dorf-Aue“ schaffen wir es dann doch nicht mehr. Denn einhellig sehnen wir nach gut zweistündigen Kiezspaziergang ein gemütliches Café oder einen netten Biergarten herbei. So drehen wir als ab und spazieren in Richtung unseres Treffpunktes am Bahnhof Lichterfelde zurück. Hier lädt ein netter Biergarten zur Rast und Stärkung ein. Das „Angebot“ können wir bei dem herrlichen Spätsommerwetter einfach nicht ausschlagen. So beenden wir also unseren informativen Kiezspaziergang mit einer gemütlichen Runde im Biergarten. So soll es Sein, denn Geist und Magen sollten beide mit Nahrung versorg werden.
Zusammen mit dem Freizeitclub mehr von Berlin sehen und über die Geschichte der Stadt erfahren. Unsere Stadtführungen und Kiezspaziergänge sind ein beliebter Bestandteil unseres Eventprogramms. Mit uns kannst Du in Deiner Stadt neue Orte und vielleicht noch unbekanntes entdecken. Schau rein und komm mit!

Fotos © Joerg Husemann

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