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Mit den Freizeitclubs unterwegs
Bei den "Schlauchern" in Daxlanden und im Kulturbunker

Bei den "Schlauchern" in Daxlanden und im Kulturbunker

Eine Führung durch den Karlsruher Stadtteil

Daxlanden - ein Stadtteil im äußersten Südwesten der Fächerstadt Karlsruhe, liegt unweit des Rheins an der Alb und hat um die 12000 Einwohner. Das ehemalige Fischerdorf wird überragt von den Schornsteinen des Rheinhafen Dampfkraftwerkes, hat aber sehr wohl seinen dörflichen Charakter bewahren können – sowohl architektonisch als offenbar auch in Bezug auf das Zusammenleben seiner Bewohner.
Wie so oft erkundeten wir Freizeitclubber diesen Teil unserer Umgebung mit einer Führung. Ivo Maly von stattreisen holte uns ab – frisch gestärkt nach einem ausgiebigen Sonntagsessen.
Unterwegs in Daxlanden

In der Heilig Geist Kirche

Zum Sonntagsessen trafen wir uns beim Kroaten, gut und reichhaltig, da stand niemand hungrig auf. Ivo, unserer guide, holte uns dort ab. Gemeinsam spazierten wir durch Daxlanden – so stadtnah, und doch ein Dorf, in dem noch Gemeinschaftsgeist herrscht, wie Ivo erzählte. Er hatte auch den Schlüssel zur Heilig-Geist-Kirche, die sich in wohltuender Schlichtheit präsentiert, nur mit einem kleinen Kreuz an der Seite und einer großen leeren Wand. „Darauf werden Fotos und Shows projiziert“, erklärte Ivo.
Davor steht der Fischerbrunnen. Er besteht aus einer kleinen männlichen Figur mit großem Fisch und Reliefs, die Menschen bei der Arbeit zeigen, wie Fischer und Goldwäscher.

Das "Ärschle"

Durch enge Gässchen schlenderten wir weiter, zur Valentinskirche, vorbei an der Künstlerkneipe mit dem zauberhaften Innenhof und der Fallerstube, die wir besichtigen durften und ich auch gleich den Wirt nach den Bedingungen fragen konnte. Niemand von uns war schon mal hier gewesen, aber sicher werde ich dieses berühmte Lokal auch ins Programm nehmen.
Wir kamen auch am „Daxlander Ärschle“ vorbei, das zur Kunst im öffentlichen Raum zählt. Das pralle Stück Kunst ist aus Beton und bunt glasierten Tonscherben, wurde auf Augenhöhe zur Straßenseite in eine vorhandene Natursteinmauer eingefügt, und ist eigentlich die Rückseite eines Flammkuchenofens im Garten des Künstlerpaars Barbara Jäger und OMI Riesterer.
Daxlanden war früher ein Fischerdorf, die Bewohner wurden Schlaucher genannt. Davon zeugt auch noch ein Platz in der Nähe des Rathauses, den wir zum Schluss noch sahen. „Ich bringe den Schlüssel zur Heilig-Geist-Kirche zurück“, meinte Ivo. „Geht ihr schon mal voran zum Bunker.“
Bildergalerie: Führung Daxlanden 2020
Ein Spaziergang durch Daxlanden, geführt von unserem Guide Ivo Maly. Ein schöner Frühherbst-Sonntag, der uns zum großen Teil angenehmen Sonnenschein und strahlende Farben schenkte.

Bunker Appenmühle

Bunker Appenmühle

Der Bunker an der viel befahrenen Rheinhafenstraße, in zurückhaltendem Gelb bis Beige gestrichen, fällt mit seinem freundlichen rot gedeckten Dach erstmal gar nicht als Bunker ins Auge. In den Jahren 1942/43 zum Schutz der Daxlandener Bevölkerung erbaut, konnte er an die 600 Menschen aufnehmen.
Im Bunker stiegen wir zunächst die Treppe hinunter – ein trostloser Bau mit 1,40 dicken Wänden, der heute auf zwei Etagen unter Verwaltung des Substage mehrere Proberäume beherbergt. Dann stiegen wir etwa 50 Stufen hinauf, vorbei an vielen Bildern, aufgehängt im Treppenhaus, bis ins oberste Stockwerk, das der Kulturverein Daxlanden hier eingerichtet hat. Unser Guide Ivo Maly ist auch der Vorsitzende dieses Vereins.
Viele Teppiche bedecken den Boden, zusammengewürfelte Stühle und Couches ergeben eine heimelige Atmosphäre und laden ein, sich niederzulassen. Was wir auch taten, mit einer Tasse Kaffee in der Hand und Keksen.
Viele Kunstwerke zogen die Blicke auf sich. 12 große, smaragdgrüne Bildtafeln mit unterschiedlichen Elementen standen im Raum verteilt. „Gestern war die Vernissage mit Manuela Killius“, erklärte Ivo. „Die Künstlerin wird nachher auch noch kommen und euch von der Entstehung und den Gedanken dazu erzählen.“ Manuela Kilius kam dann auch tatsächlich und stellte uns den von ihr geschaffenen Bildzyklus „Tabula Smaragda“ vor: Eine Anspielung auf den viel besungenen Begriff der "Tabula Smaragdina", den sogenannten Smaragdtafeln von Atlantis, auf welchen die Gesetze des sagenumwobenen, untergegangenen Kontinentes aufgezeichnet sein sollen: Die Gesetze des ewigen Lebens.
Das war eine schöne Überraschung für uns, die diesen erlebnisreichen Nachmittag noch kulturell ein Stück abrundete.
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Unterschiedliche Führungen in der Stadt oder der näheren Umgebung sind ein immer wiederkehrender Bestandteil der Freizeitclub-Programme. Immer gibt es hier Neues zu entdecken und zu erfahren, nicht nur für zugezogene Mitglieder, auch für solche, die hier oder in der näheren Umgebung aufgewachsen sind.
Als nächstes stehen z.B. eine Führung auf dem Hauptfriedhof in Karlsruhe sowie eine erste "Lügengeschichten-Führung" in Landau auf dem Programm des Freizeitclubs.

Fotos © Freizeitclub Karlsruhe

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